Die Geschichte des SC Epe/Malgarten beginnt bereits kurz vor der offiziellen Vereinsgründung. Das erste dokumentierte Fußballspiel fand auf der sogenannten „Hundelingschen Wiese“ am Vördener Damm statt, gegenüber dem heutigen Horstsee. In dieser frühen Begegnung konnte die Mannschaft die DJK Eintracht Neuenkirchen mit 4:0 besiegen.
Am 5. Juli 1948 wurde der Verein schließlich offiziell in das Vereinsregister aufgenommen. Die Gründungsversammlung fand am 21. August 1948 in der Gastwirtschaft Hellmich statt, die damals als Vereinslokal diente.
Bereits zum Start zählte der Verein 56 Mitglieder. Zum ersten Vorstand wurden gewählt:
Franz Timmers – 1. Vorsitzender
Toni Krabbe – 2. Vorsitzender
Walter Stüber – Kassenwart
Richard Reelfs – Schriftführer
August Tackenberg jun. – Sportwart
Die ersten Spiele wurden auf einem Sportplatz am Vördener Damm ausgetragen. Aufgrund der ungünstigen Lage entstand 1953 eine neue Sportanlage auf dem Gelände der katholischen Schule.
Mit der Einweihung der Turnhalle im Gemeindezentrum im Jahr 1962 verbesserten sich die Trainingsbedingungen deutlich. Ein Sportplatz direkt am Schulgelände wurde jedoch erst 1969 fertiggestellt.
Das Eröffnungsspiel der neuen Anlage fand am 22. Juni 1969 statt. Bereits ein Jahr später setzte der SC Epe/Malgarten Maßstäbe: Als erster Verein im damaligen Fußballbezirk Osnabrück installierte der Verein eine eigene Flutlichtanlage.
Die Sportanlage wurde stetig erweitert:
1977: Bau eines zweiten Sportplatzes
1978: Erneuerung der Flutlichtanlage mit Unterstützung der Stadt Bramsche
Am 1. August 1948 nahm die erste Herrenmannschaft am offiziellen Spielbetrieb der 2. Kreisklasse Süd teil. Der Auftakt gelang eindrucksvoll mit einem 4:0-Sieg gegen den BS Vörden.
Der höchste Sieg der Saison folgte bereits zwei Wochen später: Hesepe II wurde mit 10:0 besiegt.
Unter Trainer Menne Gausmann gelang der Mannschaft bereits im ersten Jahr ein großer Erfolg:
37:3 Tore
14:2 Punkte
Staffelsieg und Aufstieg in die 1. Kreisklasse
In den folgenden Jahren wurde der Verein mehrfach Meister, verzichtete jedoch aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg in höhere Klassen.
Erst 1957/58 nahm der SC Epe/Malgarten das Aufstiegsrecht wahr und stieg in die Kreisliga auf. Bereits im darauffolgenden Jahr gelang der nächste Erfolg: Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksklasse.
Nach mehreren erfolgreichen Jahren folgte 1962/63 der Abstieg, bevor die Mannschaft nach einigen Jahren erneut Erfolge feiern konnte.
Der sportliche Weg führte die Mannschaft über verschiedene Spielklassen – zwischen Kreisliga und 1. Kreisklasse – mit mehreren Auf- und Abstiegen.
Ein besonderes Ereignis war 1973 die Teilnahme am Kreispokal-Endspiel, das am 29. Juni in Hesepe gegen GW Schwagstorf mit 1:3 verloren ging.
Die letzte Meisterschaft dieser Zeitspanne gelang in der Saison 1995/96, auch wenn der Aufenthalt in der Kreisliga erneut nur eine Saison dauerte.
Von Beginn an legte der Verein großen Wert auf Jugendarbeit. Bereits im Gründungsjahr nahmen Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil.
Die erste Teilnahme an einem Kreismeisterschaftsfinale erreichte 1952 die B-Jugend, musste sich jedoch dem TuS Berge mit 0:4 geschlagen geben.
Die erfolgreichste Zeit der Jugend lag zwischen 1969 und 1971:
1970: Kreismeisterschaft der A-Jugend
Aufstieg in die Jugendleistungsklasse
Gewinn des Kreispokals gegen GW Schwagstorf (2:0)
Auf einen Aufstieg in die Bezirksklasse wurde damals aus personellen Gründen verzichtet.
Um langfristig Mannschaften stellen zu können, wurden später Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen gegründet, darunter:
SC Hollandia
SC Rieste
TuS Engter
FC Kalkriese
FCR Bramsche
SV Hesepe/Sögeln
Die Spielgemeinschaft mit dem HSV (Hesepe/Sögeln) besteht bis heute.
Ein weiterer Höhepunkt war der Aufstieg der A- und B-Jugend-Spielgemeinschaft in die Bezirksklasse in der Saison 1993/94.
Immer wieder wurden talentierte Spieler in Auswahlmannschaften der Stadt Bramsche oder des Landkreises Osnabrück berufen.
Der bekannteste Spieler des SC Epe/Malgarten ist Helmut „Tummel“ Möller.
1960 wechselte er zum VfL Osnabrück, wo er zunächst in der Amateurmannschaft spielte. Dort wurde er 1962 mit über 40 Toren Torschützenkönig der Amateuroberliga und in die Niedersachsen-Auswahl berufen.
In der Regionalliga spielte er unter anderem gemeinsam mit Udo Lattek.
1967 kehrte er als Spielertrainer zum SC Epe/Malgarten zurück und trainierte gleichzeitig die erste und zweite Mannschaft. In dieser Zeit gelang dem Verein die einzige Doppelmeisterschaft der Vereinsgeschichte (1967/68).
Ein tragischer Verkehrsunfall im Jahr 1968 beendete seine aktive Karriere.
Trotz seiner schweren Verletzungen blieb Helmut Möller dem Verein eng verbunden. Er engagierte sich viele Jahre ehrenamtlich als:
Vorsitzender
Schriftführer
Sportwart
Auch im Niedersächsischen Fußballverband war er tätig – unter anderem als Staffelleiter der Mini- und F-Jugend.
Mit 326 Toren in 214 Spielen ist er bis heute der Rekordtorschütze des SC Epe/Malgarten.
Die Tischtennisabteilung wurde bereits im Gründungsjahr 1948 ins Leben gerufen. Erste Spiele fanden im Saal Strothmann in Malgarten statt.
Nach einer anfänglichen Pause brachte Erich Lindlage 1955 neuen Schwung in die Abteilung. Zwei Mannschaften und eine Jugendmannschaft nahmen am Spielbetrieb teil.
1957 gelang der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksklasse.
Einige Spieler erzielten beachtliche Einzelerfolge bei Kreismeisterschaften. Dennoch kam der Spielbetrieb durch Spielerabgänge zum Erliegen. 1975 wurde die Abteilung schließlich aufgelöst.
Ein Neuanfang erfolgte 1993, allerdings konnte sich die Abteilung langfristig nicht stabil entwickeln.
Mit dem Bau der Eper Turnhalle im Jahr 1963 entstand unter der Leitung von Dieter Bönkemeyer eine Turnabteilung.
Seit 1975 leitete Marlene Noetzel diese Sparte. Neben Männer- und Frauengruppen gab es auch Kindergruppen.
Ein besonderer Höhepunkt war 1968 die Teilnahme einer 15-köpfigen Gruppe am Deutschen Turnfest in Berlin.
Seit 1985 ergänzte eine Krabbelgruppe das Angebot.
1967 bildete sich aus der Turngruppe eine Volleyballmannschaft. Trotz großer Motivation stellte die zu kleine und niedrige Halle ein dauerhaftes Problem dar.
Da für Punktspiele regelmäßig auf andere Hallen ausgewichen werden musste, wurde die Gruppe 1979 schließlich aufgelöst.
Seit 1978 wird im SC Epe/Malgarten die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens organisiert.
Die Initiative ging auf Christel und Günter Mutert zurück. Unterstützt von Ursel und Reinhard Tschöke werden jährlich zwischen 40 und 60 Sportabzeichen verliehen.
Der Verein belegt regelmäßig vordere Plätze in der Vereinswertung des Kreissportbundes.
Die Tennisabteilung wurde 1980 gegründet und entwickelte sich schnell zu einer der größten Sparten des Vereins.
Bereits 1981 konnten zwei Tennisplätze am Honigmoor in Betrieb genommen werden. Die Nachfrage war so groß, dass schon im Gründungsjahr ein Aufnahmestopp verhängt werden musste.
Weitere Meilensteine:
1984: Bau eines Clubhauses
1987: Bau eines dritten Tennisplatzes
1997: Erweiterung des Clubhauses
Zur Einweihung des dritten Platzes war sogar der ehemalige Daviscupspieler Jürgen Faßbender zu Gast.
Sportlich konnten ebenfalls Erfolge gefeiert werden:
1986: erste Teilnahme am Punktspielbetrieb
Aufstieg der 1. Herren- und Damenmannschaft
1988: Imke Aulbert wird Jugend-Kreismeisterin
1990: Aufstieg der Damenmannschaft in die Bezirksklasse
Seit 1995 wird die mittlerweile rund 150 Mitglieder starke Tennisabteilung von Klaus Dibowski geführt.